Infokurs: Schulhomepage (Nutzungsrechte)
Dieser Kurs vermittelt Schulen, wie Urheberrechtsverletzungen auf der Schulhomepage vermieden werden können. Lehrkräfte und Schulverantwortliche lernen:
- welche Inhalte bedenkenlos genutzt werden dürfen,
- welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um urheberrechtlich geschützte Inhalte zu verwenden,
- wie Creative-Commons-Lizenzen korrekt angewendet werden und
- welche Werke durch das Zitatrecht eingebunden werden können.
Darüber hinaus erfahren die Teilnehmenden, wie alternative Inhalte zu geschützten Werken gefunden und genutzt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, Schulen dabei zu unterstützen, potenziell urheberrechtlich problematische Inhalte auf ihrer Homepage zu erkennen und zu prüfen. Das Ziel des Kurses ist es, die Grundlagen des Urheberrechts verständlich zu vermitteln, damit Schulhomepages frei von rechtlichen Risiken bleiben.
5. Glossar
5.5. Nutzungsrecht
Beim Urheberrecht ist zu unterscheiden zwischen dem Urheberrecht selbst und dem Nutzungsrecht. In der Regel liegt das Nutzungsrecht immer beim Urheber selbst. Entstehen Werke im beruflichen Kontext, kann das Nutzungsrecht jedoch auch beim Arbeitgeber liegen. Das ist etwa bei Lehrkräften der Fall. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass das Nutzungsrecht hier bei der Schule liegt. Deren Nutzungsrecht beschränkt sich jedoch auf die schulische Nutzung.
In Rheinland Pfalz vertritt man die Ansicht, dass das Nutzungsrecht sich auf die Klassen der Lehrkraft beschränkt, welche die Unterrichtsmaterialien erstellt hat. Unabhängig davon hat eine Lehrkraft immer die Möglichkeit, selbst erstellte Unterrichtsmaterialien auch anderweitig zu verwerten, etwa indem sie diese mit einer Creative Commons Lizenz versieht und als Open Educational Ressources (OER) veröffentlicht oder Nutzungsrechte an einen Verlag verkauft. Im letzteren Fall muss sie die entstehenden Nebeneinkünfte dem Dienstherren anzeigen.